Nach der dritten industriellen Revolution Mitte des 20. Jahrhunderts, der sogenannten „Computerisierung“, hat uns nun die vierte Welle der Revolution erreicht. Die Industrie 4.0 setzt schlagartig zahlreiche Veränderungen in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen in Gang.

industrie4.0

Das neue Zeitalter der Industrie 4.0 entwickelt die klassische Informationstechnik mithilfe schneller Technologien weiter und eröffnet für Unternehmen neue Möglichkeiten. Nicht nur neue Konzepte sondern auch völlig innovative Geschäftsmodelle bilden sich auf Grundlage diverser Datenströme, die aus vernetzten Produkten, Geräten und Kunden gewonnen werden können.

Welche Aufgabenfelder sind betroffen und welche Auswirkungen hat die vierte industrielle Revolution?

     

  • Forschung & EntwicklungEntwicklung

  • Die Kunden von heute haben hohe Ansprüche an ihre Produkte. Ein mobiler Zugriff und die Vernetzung der Geräte stellen dabei bereits den Standard dar.
    Ein immer wichtigerer Aspekt ist zudem die Personalisierung. Selbst bei Massenprodukten wird eine Anpassung an die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse erwartet. Diese Ansprüche müssen in der Forschung und Produktentwicklung unbedingt eingebunden werden, sei es im innerbetrieblichen Umfeld oder bei externen Partnern. Um der Konkurrenz im Hinblick auf Kundenpräferenzen einen Schritt voraus zu sein, reichen die eigenen Ressourcen oftmals nicht aus. Der Gebrauch von externem Know-how kann sich für Unternehmen an dieser Stelle sehr positiv auswirken.

  •  Engineeringengineering2

  • In komplexen Produktionsprozessen gilt eine einwandfreie und nahtlose Kommunikation als Basis. Auch hier ist die Vernetzung nicht nur auf das interne Umfeld beschränkt, sondern schließt ebenso Designer, Service-Provider, Lieferanten und Kunden mit ein.
    Ein bereichsübergreifender Engineering-Ansatz ist folglich ein Muss. Die Technik sollte laufend angepasst werden und mit verschiedenen Bereichen wie Design, Entwicklung und Herstellung neuer Produkte und Services unmittelbar verknüpft sein. Dieses Zusammenarbeitsmodell setzt somit voraus, dass produktrelevante Daten und Informationen zu jeder Zeit im Produktlebenszyklus zur Verfügung stehen und ein ständiger Austausch gewährleistet ist.

  • Fertigungfertigung3

  • Spätestens mit der vierten industriellen Revolution kann eine nachhaltige Fertigung nicht ausschließlich in den Produktionshallen stattfinden. Viel mehr steht nun die Verbindung der virtuellen und realen Produktion durch innovative Software im Fokus. Auch hier ist der Blick über den Tellerrand des eigenen Betriebs elementar: Entlang der Wertschöpfungskette spielen Produktionsprozesse und –automatisierungen, die in Zusammenarbeit mit Lieferanten und anderen externen Partnern entwickelt und gestaltet werden, eine entscheidende Rolle. Nur so können Prozesse optimal integriert und Wettbewerbsvorteile ausgeschöpft werden. Neben der Erhöhung der Produktionsflexibilität und einer automatisierten Logistik, können intelligente Produkte und Maschinen zum Beispiel dabei helfen, eine ökonomische Produktion von kleinen Losgrößen oder eine reduzierte Markteinführungszeit zu erreichen.

  • IT-Sicherheititsicherheit2itsicherheit3

  • Der Trend im Jahr 2016 geht zu hyperkonvergenten Strukturen und einer bestenfalls grenzenlosen Mobilität. Diese Entwicklungen werfen allerdings auch Fragen nach der IT-Sicherheit auf. Das Jahr 2016 und die Industrie 4.0 stehen nämlich auch für Cyber-Kriminelle im Zeichen des technischen Fortschritts. Vernetzte Infrastrukturen bieten Cyber-Kriminellen viele Angriffspunkte, sodass Attacken mit Schadsoftware (Erpresser- und Cryptotrojaner) künftig an Popularität gewinnen werden. Im Hinblick auf diese Bedrohungen sind neue Ansätze in der IT-Sicherheit erforderlich. Durch eine optimale Integration von obligatorischen Sicherheitsmaßnahmen kann die Gefahr aus dem Netz jedoch erfolgreich abgewendet werden. Ziel ist es, die Transformation zu einer hybriden IT-Struktur voranzutreiben, die sowohl die digitale Wertschöpfung als auch die traditionelle IT in sich verbindet.